Gärtnern

Winterschönheiten

 

Der Winter – selten wirklich winterlich bei uns im Münsterland. Eher trist, nass und dunkel. Nicht wirklich ein Wetter, um in den Garten zu gehen und sich seine Pflanzen anzuschauen. Ja, wenn Raureif ist…dann gehen wir hinein und erfreuen uns an den Eisblüten.

Aber sonst? Warten wir auf das Frühjahr…….

Dabei gibt es soviel zu sehen….wenn wir nicht alles abgeschnitten und aufgeräumt haben!!!

Viele der Stauden haben interessante Blütenstände und es lohnt sich einmal näher hinzuschauen und dabei Gartenluft zu tanken.
Zum Beispiel der Dipdam, auch brennender Busch, genannt. Hier auf dem linken Bild zu sehen. Wie kleine Anissterne sehen die Fruchtstände aus und selbst jetzt duften sie bei einer leichten Berührung und Plusgraden.

Ganz rechts ist Amsonia hubrechtii zu sehen, mit ganz feinen Schoten. Im Gegensatz dazu sind die Fruchtstände von Cimicifuga , links daneben, recht kompakt.
Acanthus sieht nicht nur pieksig aus – er ist es auch!
Darüber eine der vielen Doldenblüter, filigran, fast wie eine Eisblume.

 

Clematisfruchtstände sind im Gegenlicht eine wahre Augenweide. Puschelig , wie  Clematis orientalis oder Clematis ladakhina. Oder klein und filigran wie Clematis viticella.
Und so etwas Schönes wird dann oft im Herbst schon abgeschnitten…..es muss ja alles ordentlich aussehen.
Aber das hatten wir ja schon in einem anderen Beitrag.

Alliumblüten, Chelone und Eupatorium…..alle ganz unterschiedlich in ihrer Wirkung.
Und das ist das Schöne am Winter. Unser Blick wird auf die kleinen Dinge im Gartenbeet gelenkt.
Nicht auf opulente Rosen, strahlenden Rittersporn, Blütenpracht wohin das Auge sieht.
Nehmen wir uns die Zeit und Muße, jetzt bewusst durch den Garten und die Natur zu gehen. Und schauen wir uns die vertrockneten und oft leicht morbiden Samenstände einmal genauer an.
Entdecken wir dabei ihre Schönheit und nehmen dabei wahr, was die Natur uns alles schenkt.
Dann ist die Zeit bis zum Frühling gar nicht mehr so lang!

p1110561

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „Winterschönheiten

  1. Dazu abschließend noch ein bißchen Poesie von Khalil Gibran:
    „In jedem Winter steckt ein zitternder Frühling, und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen“

    Gefällt 1 Person

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