Schreiberei · Tierisches

Und nun? Ein Huhn!

Seit etlichen Jahren schlägt mein Herz für das liebe Federvieh! Angestoßen durch die Käfighaltung, gepaart mit der Sehnsucht nach einem intakten Landleben zu dem auch ein paar gesunde und freundliche Hühner gehören. Zwischen der Idee und der Umsetzung lagen aber noch ein paar Jahre. Nämlich die, in der mein Mann von der Wichtigkeit der Hühnerhaltung überzeugt werden musste. Ein weiteres Jahr verging für den Bau des Hühnerstalls. Natürlich hatte ich auch davon ganz gewisse Vorstellungen. Der Stall sollte einfach so aussehen, als hätten wir ihn aus der Geschichte von Pettersson und Findus gemopst und in unseren Garten gezaubert. Nebenbei beschäftigte ich mich mit der Vielzahl der Rassen und bemerkte, dass Hühner in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Laienhaft formuliert heißt das: es gibt Hybriden, das sind Hühner, die aus bereits optimierten Rassen gezüchtet werden um ein Maximum an Fleisch oder Eiern zu liefern, oder Rassehühner, die man in Fleisch- oder Legehühner einordnet. Das Huhn, das ein bisschen was von beidem hat, also einen ordentlichen Fleischansatz und dazu noch fleissig Eier legt, nennt man „Zwiehuhn“.  Außerdem gibt es die meisten Hühnerrassen als großes „normales“ Huhn und als kleines „Zwerghuhn“. Das hat vor allem Platzgründe. Weniger Eier legt so ein kleines Huhn nämlich nicht. Höchstens etwas kleinere. Durch die Beschäftigung mit verschiedenster Lektüre lernte ich eine Menge über die verschiedensten Bedürfnisse und Charaktere der einzelnen Rassen und verstand den Sinn und Zweck alter Erhaltungs- und neuer Zuchtformen. So nach und nach entschied ich mich für ein großes, flugfaules und gesundes, typisches Landhuhn der Kategorie „Zwiehuhn“. Ich stellte mir im Geiste ein köstliches Frühstücksei vor und in der Zukunft zwei knusprig-knackige Hühnerschenkel. (Sorry – ich komme aus einem Jägerhaushalt. Neben der Hauptsache, der Hege und Pflege der Wildtiere, freute sich die ganze Familie aber auch über einen deftigen sonntäglichen Wildschweinbraten. Diese Gene haben sich in mir fortgesetzt und ich finde es nicht verwerflich).  Aber nun – wo kriegt man so ein sympathisches, gesundes und legefrohes Huhn her? Mir fiel ein Plakat des örtlichen Rassegeflügelzuchtvereins auf. Dieses verwies auf eine Ausstellung im Nachbarort und lud mich herzlich zu einem Besuch ein. Ich machte mich auf den Weg und stieß auf eine Menge wunderbarer Geflügelrassen! Von einem Züchter aus der Nachbarstadt bekam ich meinen ersten Stamm der Rasse „New Hampshire“. Dieser bestand aus einem Hahn und fünf Hühnern und zog am 19. August 2011 bei uns ein!

 

 

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