Der Jahreszeitengarten

Weihnachten bei den BeetSchwestern

Kein anderes Fest lebt so sehr von Traditionen wie das bevorstehende Weihnachtsfest. Die Tradition, die die meisten Menschen pflegen, ist das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes. Wusstet Ihr, dass jedes Jahr etwa 25 Millionen Tannenbäume zu Weihnachten aufgestellt werden? Nach dem Pflanzen brauchen die Bäume noch etwa 8 Jahre bis zur Weihnachtsbaum-Ernte! In dieser Zeit werden sie regelmäßig gedüngt, beschnitten und gepflegt, bevor sie dann in unseren Wohnzimmern landen. Wir erzählen Euch hier ein bisschen davon, welche Weihnachtsbaum-Traditionen es bei uns Beetschwestern gibt.

Conny: Weihnachtsbaum-Geheimnis

Inzwischen gibt es bei uns wieder Bescherung am Heiligen Abend. Da unser ältester Sohn an diesem Tag Geburtstag hat, haben wir viele Jahre am 24.12. seinen Geburtstag gefeiert und die Bescherung dann am Weihnachtsmorgen gemacht. Eigentlich war das, solange die Jungs klein waren, immer sehr entspannt, weil sie dann an Heilig Abend nicht den ganzen Tag vor lauter Erwartung ganz zappelig waren. Natürlich gab’s dann am Weihnachtsmorgen auch immer erst den Weihnachtsbaum, da bin ich altmodisch. Herrlich war das, Bescherung am 1. Weihnachtstag, in aller Frühe im Schlafanzug und danach gemütlich frühstücken.

Der Nachteil aber war, dass wir dann Heiligabend, wenn unsere Nachbarn schon unter ihrem Baum im Lichterglanz saßen, erst die Tanne über die Terrasse ins Wohnzimmer geschleppt haben und natürlich auch noch schmücken mussten. Das ist auch der Grund, warum wir inzwischen die Bescherung am Heiligen Abend machen, denn die Jungs sind inzwischen erwachsen. Auch steht bei uns keine Tanne mehr im Wohnzimmer; da ich mittlerweile allergisch auf die Nadeln reagiere, haben wir einen würdigen, sehr nachhaltigen Ersatz gefunden. Ganz muss meine Familie aber nicht auf den Tannenduft verzichten, wir schmücken unsere große Bauerndeele auch immer weihnachtlich und im letzten Jahr haben wir dort auch mit der ganzen Familie gefeiert.

Diese knisternde Erwartung, dass sich die Tür vom Weihnachtszimmer öffnet und der Baum in seiner ganzen Pracht dort glänzt, unter ihm die Geschenke. Diese Erinnerung an die leuchtenden Kinderaugen möchte ich nicht missen. Es hat unseren Jungs gut getan, warten zu lernen und die Spannung auszuhalten, bis es endlich Weihnachten ist. Vorfreude ist die schönste Freude.

Birgit: Weihnachtsgurke

Um die Christbaumgurke ranken sich verschiedene Geschichten: Der Sage nach soll eine saure Gurke einem Amerikaner im amerikanischen Bürgerkrieg das Leben gerettet haben. Zum Dank hing der eine Gurke in den Weihnachtsbaum für das Glück im kommenden Jahr.

Die Gurke ist in der Regel ein aus Glas hergestellter Weihnachtsschmuck – angeblich im thüringischen Lauscha 1880 erfunden.

Die heutige amerikanische Variante: Die Kinder müssen die Christmas Pickle im Baum schnell suchen. Sie ist grün und dadurch nicht so leicht zu entdecken. Das Kind, das die Gurke zuerst findet, hat Anspruch auf ein zweites Geschenk. Das hatte den Sinn, ihnen die Wartezeit auf das Weihnachtsfest zu verkürzen.

P. S. Sie hängt jedes Jahr an unserer Tanne. 🎄

Gabi: Alle Jahre wieder – das große Schleppen

Sehr viele Traditionen zu Weihnachten gibt es bei uns nicht, die Frage : ,,Wie machen wir’s denn dieses Jahr?“ wird regelmäßig beantwortet mit ,, Schenken und Essen!“

Ein Brauch hat sich aber seit meiner Kinderzeit gehalten, und zwar muss der Christbaum eigenhändig gesägt und nach Hause getragen werden! In den 1960er Jahren gingen wir drei Geschwister zu Bauer Schulz und bezahlten für die Tanne 5 Mark. In meiner Erinnerung lag immer Schnee, und wir konnten den Baum immer mit dem Schlitten nach Hause ziehen. Den Bauer Schulz gibt es schon lange nicht mehr, aber dafür haben wir einen kleinen Betrieb in einem guten Kilometer Entfernung, der Weihnachtsbäume zum Selberschlagen anbietet. Meine Jungs sind inzwischen groß und lange ausgezogen, aber sie legen größten Wert darauf, beim Aussuchen und Schleppen dabei zu sein. Mittlerweile kommen auch die Partnerinnen mit, und das ist gut so, denn je mehr sich beim Schleppen abwechseln können, desto weniger schweißtreibend  ist das Ganze! In diesem Jahr mussten mein Mann und ich aus Gründen alleine tragen, aber wir hoffen sehr, dass im nächsten  Jahr die ganze Bande wieder mitmacht und auch die obligatorische Stärkung mit Bratwurst und Glühwein uns den Rückweg erleichtert 😉

Annette: Gemüse im Baum

Eine leidenschaftliche Gärtnerin hat natürlich Obst und Gemüse im Weihnachtsbaum.

Carmen: Weihnachtserinnerung

Der Heilige Abend in meiner Kindheit ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Wir verbrachten ihn jedes Jahr bei meinen Großeltern in Hagen-Haspe. In der großen Wohnküche bullerte der Feuerherd bis das Ofenrohr glühte. Genauso glühten die Wangen bei meiner kleinen Schwester und mir. Vor Aufregung oder Hitze, das kann ich nicht mehr sagen.

Das Weihnachtsessen bestand aus rotem Kartoffelsalat und dicken Knackwürsten mit Senf. Nichts auf der Welt hätte in dem Moment besser geschmeckt als diese einfache Mahlzeit. Irgendwann klingelte das Christkind mit seinem silberhellen Glöckchen zur Bescherung! Nun durften wir das festlich geschmückte kleine Wohnzimmer betreten. Auf der Musiktruhe stand ein kleiner Weihnachtsbaum, über und über mit Silberschmuck und Lametta behangen. In den Zweigen saßen kleine silberne Vögel mit Schwänzen aus echten Federn. Silberketten durchzogen den Baum und die Kugeln waren mit Schnee bestäubt. Diesen Weihnachtsschmuck habe ich sehr geliebt. Nach und nach packten wir unsere Geschenke aus. Es gab Bücher oder eine kleine Eisenbahn, manchmal Anziehsachen für die vorhandenen Puppen oder eine vom Großvater gebaute, lindgrün lackierte Wiege. In einem Jahr hatte ich auf meinen Weihnachtswunschzettel „Knackwürstchen und Senf“ geschrieben. Das lag dann auch beides unter dem Weihnachtsbaum. Ich war wohl nicht sehr begeistert, aber ich werde es nie vergessen.

Erzählt Ihr uns, welches Eure liebste Weihnachtstradition ist? Wie haltet Ihr das mit dem Baum? Wartet Ihr auch mit dem Aufstellen, bis es Weihnachten wird, oder genießt Ihr den Weihnachtsbaum schon in der Adventszeit?

Wir wünschen Euch schöne Weinachten mit Tannenduft und Kerzenlicht, macht es Euch gemütlich mit Euren Lieben und kommt gesund ins neue Jahr!

3 Kommentare zu „Weihnachten bei den BeetSchwestern

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