Streifzüge

Herbstzeit ist Pilzzeit

Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit, unter sachkundiger Führung eines Pilzsachverständigen an einer Pilzwanderung teilzunehmen. Es hatte in den letzten Wochen geregnet, die Temperaturen waren noch überwiegend über 15 Grad. Da wachsen die Pilze gern. Im letzten Jahr war die Pilzwanderung wegen der langanhaltenden Trockenheit ausgefallen.

Pilze gehören nicht zu den Pflanzen, sondern in eine eigene Kategorie, weil sie keine Photosynthese betreiben. Sie benötigen somit kein Licht zum Wachsen. Sie leben von verrottendem Material oder auch von Zuckern ihrer Partnerpflanze. Viele Pilzarten leben in naher Gemeinschaft mit bestimmten Bäumen, sie unterstützen sich gegenseitig. Pilze sind sehr wichtig in der Natur. Sie zersetzen abgestorbenes Material und führen es somit dem Kreislauf des Lebens zu.

Während der Wanderung erklärte der Pilzsachverständige uns anhand von gefundenen Beispielen auf, was man alles achten muss, um einen Pilz zu identifizieren. Farbe, Wuchsform des Stängels, des Huts, Lamellen, Röhren, Knollen, Fundort und vieles mehr. Die Variationsmöglichkeiten, und somit die Verwechslungsmöglichkeiten sind groß. Einige „Neophyten“, also Neubesiedler, gibt es inzwischen auch schon. Wir haben auf der Wanderung Austernpilze, Shiitake und Kräuterseitlinge gefunden, die ich bisher nur aus dem Supermarkt kannte.

 

Auch nach dieser Wanderung werde ich mich nicht allein zum Pilze suchen aufmachen. Das Thema ist einfach zu vielseitig, um es an einem Vormittag sicher zu lernen. Ich möchte nicht mit einer Vergiftung im Krankenhaus landen, zumal einige Vergiftungen erst lange Zeit später auftreten und Langzeitschäden an der Leber hervorrufen. Die Fotos in diesem Bericht sollten nicht dazu verlocken als Vorlage zum Suchen zu dienen. Aber Pilze sind faszinierende Lebewesen, die Formenvielfalt im Wald zu entdecken, macht einfach Spaß. Sie zu fotografieren und vielleicht anhand eines Pilzbuches zu identifizieren, reicht mir schon.

2 Kommentare zu „Herbstzeit ist Pilzzeit

  1. Hallo Stephanie,
    ja, die Pilze sind superlecker. Habe mir eine große Steinpilz-Pasta-Pfanne gemacht. Zur Zeit duftet es in der Wohnung wie im Wald. Ich trockne einige Pilze, dünn in Scheiben geschnitten. Ein paar Pilze habe ich geputzt ins Tiefkühlfach gelegt. Tiefgefroren kommen sie dann irgendwann in die Pfanne. Den Pilz „Ziegenlippe“ kenne ich noch nicht. Werd gleich mal googeln.
    LG Annette

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  2. Hallo Annette,
    ich war auch in den Pilzen und habe Ziegenlippen, Maronen, Parasol und jede Menge Steinpilze gefunden. Das war ein Festschmaus. Die Kappe der Parasole kann man wie Schnitzel panieren und braten. Mit den Anderen kann man super leckere Pilzpfännchen zaubern, mit geschmorten Zwiebeln und ein paar Gewürzen, herrlich. Das ist ein viel intensiverer Geschmack als von den Zuchtpilzen. LG…Stephanie

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