Gärtnern · Schreiberei

Astern

Ein Herbst ohne Astern gibt es nicht. Sie blühen oft bis zum Frost. Die Farbauswahl und die unterschiedlichen Höhen und Verwendungszwecke sind unendlich. Außerdem lieben die Insekten Astern. Ich mag Astern sehr.

Ja wenn, wenn es nicht den berühmten Haken an der Sache gäbe. Vor ein paar Jahren, mein Garten war neu und noch ziemlich leer, habe ich gern alles Geschenkte aus anderen Gärten angenommen. Ich war begeistert, wenn endlich etwas blühte und nicht sofort ein Raub der Schnecken wurde oder sonst wie vor sich hin kränkelte. Denn was sich laut Staudenbuch anderswo gern selbst versamt oder vermehrt, wie Veilchen, Glockenblumen, Sonnenbraut, Narzissen, Krokusse, glänzt nach einer Saison bei mir mit Abwesenheit. Aber nicht die Astern. Brav kamen sie in jedem Frühjahr aus dem Boden, überstanden Hitze wie Monsunregenperioden, und blühten im Herbst zuverlässig.

 

Nach und nach füllte sich der Garten auch mit anderen Stauden. Nun wollten sich die Astern nicht mehr mit denen ihnen zugewiesenen Plätzen begnügen und fuhren die Ellenbogen aus. Sie unterminierten die Neuankömmlinge und verkrochen sich in den Strauchrosen. Im Gemüsegarten unterwanderten sie erfolgreich die Unkrautplane des gemulchten Weges, um im Gemüsebeet wieder an die Oberfläche zu kommen. Einmal nicht hingeguckt beim Jäten, da hatten sie schon wieder ein paar qcm Boden gewonnen. Das Auspulen der Wurzelrizome ist sehr mühsam und ähnlich erfolgreich wie bei Giersch und Ackerwinde. Ja, sie sind halt Präriestauden. Da haben sie Fläche ohne Ende. So einen kleinen Reihenhausgarten machen sie mit links voll.

Nun greife ich jedes Jahr gnadenlos durch. Da ich die Wurzeln schon nicht mehr gänzlich aus dem Boden bekomme, wird oberirdisch abgepflückt was den anderen Stauden zu nahe kommt. Neupflanzungen von Astern versehe ich mit einer Rizomsperre, denn ich will ja nicht auf sie verzichten. Ich hoffe nach mehrmaligen Jäteaktionen und der Rizomsperre habe ich sie im Griff. Wenn ich ihnen nicht den Rücken zuwende. Dann hör ich sie schon wieder wuchern.

 

4 Kommentare zu „Astern

  1. Hallo Annette,
    ja ohne Astern geht es nicht! Ich habe dieses Jahr in meinem Garten in allen Ecken und freien Plätzen diese Wuchswunder verteilt. Vor allen Dingen dort wo andere Planzen streiken, mal sehen was nächstes Jahr daraus wird.
    Ich finde Euren Blog hervorragend und schaue immer wieder gerne rein. LG…Stephanie

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    1. Hallo Stephanie, vielen Dank für das Lob. Der Blog macht uns auch einen Riesenspass und wir sehen immer neue Themen über die wir berichten können. Es gibt ja auch so viele verschiedene Astern für die unterschiedlichsten Bereiche. In einer Schattenecke wächst seit Jahren bei mir die Waldaster, Aster divaricatus. Sie wuchert nicht und ist auch mit der Trockenheit im Schatten ganz gut zurecht gekommen. Die nächsten Jahre werden wohl zu einigen Auswahlentscheidungen führen.
      LG Annette

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  2. Hallo Annette!
    Habe vor einer Woche Herbst Astern
    gepflanzt und werde diesen Hinweis im
    Hinterkopf behalten!
    Es ist immer wieder interessant und hilfreich eure Veröffentlichungen zu lesen!
    Viele Grüße
    Heike

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    1. Hallo Heike,
      das ist schön, wenn mein Beitrag im Vorfeld schon unangenehme Arbeit ersparen kann. Es gehört wirklich nicht zu den entspannenden Tätigkeiten im Garten die Ausläufer aus den Rosen zu pulen

      Viele Grüße

      Annette

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