Gärtnern · Therapeutisches Gärtnern

Gesunde Leckerei: Gelbe Bete

Beta vulgaris

In diesem Frühjahr habe ich mit den Senioren aus dem Gartenclub unseres Seniorenheims etwas Neues ausprobiert. Wir haben die gelbe Bete gesät. Damit wollten wir auch in den trüben, dunklen Herbsttagen die Sonne in unsere Hochbeete und auf unsere Teller locken. Die typische Rote Bete ist beinahe jedem Menschen geläufig, die Gelbe Bete kennt jedoch kaum einer, obwohl sie eine uralte Kulturpflanze ist. Ursprünglich kommt sie aus dem Mittelmeerraum und ist die Kulturform der wilden weißen Rübe. Seit dem 16. Jahrhundert gilt sie, wie ihre rote Schwester, bei uns in Europa als klassisches Wintergemüse. Die Gelbe Bete ist mit dem Mangold verwandt. Ihre wunderbare sonnengelbe Farbe bekommt sie durch den Farbstoff Betaxanthin. Die Knolle ist ein leckeres vitaminreiches Gemüse und enthält neben Vitamin C auch B-Vitamine, Eisen, Eiweiß, Natrium, Zink und Magnesium. Die kleine Knolle ist also rundherum gesund. Bei der ersten Ernte und Verarbeitung haben wir festgestellt, dass sie weniger erdig und ein bisschen süßer schmeckt als die Rote Bete, und dass man sie nach dem Garen nicht „pellt“, sondern eher schält. Ansonsten ist sie einfach lecker und wir empfehlen sie gerne weiter.

Aussaat: Mitte April bis Juni in gute Anzuchterde oder direkt ins Beet
Keimung: 14-21 Tage ab 15°C
Kultur: bei zu dichtem Stand vereinzeln bzw. pikieren
Abstand: 15 x 20 cm
Ernte: August bis November, vor dem Frost

Die Pflanzen haben keine nennenswerten Standortansprüche. Sie gedeihen auf  fast allen nicht zu trocknen Gartenböden sowohl in der Sonne, als auch im Halbschatten. Ist der Boden zu lehmig, bilden sich keine guten Knollen, dann ggf. Sand untermischen. Für das Wachstum ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig.

Sämereien können zum Beispiel über „Bingenheimer Saatgut“aus ökologischem Anbau oder als F1 Hybride über „Kiepenkerl“, Fa. Nebelung, bezogen werden.

Und hier nun unser Rezept zum Nachmachen. Geprobt und als lecker befunden!

Vorspeise ausreichend für 4 Personen:

Carpacchio aus Gelber Bete

6 Knollen Gelbe Bete

Salzwasser

4 Esslöffel gutes Olivenöl

2 Esslöffel Kürbiskerne

2 Esslöffel Sonnenblumenkerne

1 Esslöffel Pinienkerne

außerdem:
Saft einer Zitrone
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Salz

Die Gelbe Bete mit einer Gemüsebürste von Erdresten befreien, waschen und die feinen Wurzeln abschneiden.
Die Knollen in Salzwasser bissfest garen und mit kaltem Wasser abschrecken. Danach schälen und in feine Scheiben schneiden. Diese auf einem großen Teller anrichten, bzw. verteilen.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Pinienkerne darin rösten. Mit etwas Salz abschmecken und über die Gelbe Bete geben. Zitronensaft vorsichtig darüber träufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Dazu schmeckt Stangenbrot.

Guten Appetit!

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