Gärtnern

Herbst – meine liebste Zeit im Garten

Ja, auch im Frühling liebe ich unseren Garten, genauso wie im Sommer und Winter.
Aber wenn ich jetzt im Garten bin – dann geht mir das Herz auf.
Es ist die Zeit der Gräser und der warmen Farben. Das Licht ist nicht mehr so grell und alles wirkt weicher und sanfter.
Vorbei ist die überreiche Blütenfülle des Sommers mit ihrer Pracht.
Gekommen ist die Zeit des genauen Hinschauens. Denn gerade jetzt schenkt uns die Natur Pflanzen, bei denen es sich lohnt länger zu verweilen.

Und damit meine ich nicht die Blütenfülle der Dahlien, Chrysanthemen und der bekannten Herbstastern.
Nein, ich möchte den Blick auf einige andere, z.T. weniger bekannte Gartenschätze lenken, die mein Herz jeden Tag erfreuen.

Und auch wir haben seit Wochen keinen Regen gehabt. Es ist so trocken, dass wir unsere Hände in die Bodenrisse stecken können.
Und trotzdem……es blüht. Alle Fotos sind von diesem Wochenende, nichts vom letzten Jahr.

Im oberen Bild stehen Panicum virgatum „Nordwind“ und Amsonia hubrechtii in Herbstfärbung (bei Stauden ist eine Herbstfärbung nicht so häufig).
Nordwind ist eine neuere Sorte, die im Winter absolut standfest ist und ihre schöne Herbstfärbung bis zum Frost behält. Amsonia hubrechtii ist nicht so bekannt wie ihre Schwester Amsonia tabernaemontana, genauso schön und hat ein fast grasähnliches Laub.
Rechts sind 2 Geranium Sorten: Geranium x „Dilys“ und Geranium wallichanium „Chrystal Lake“.
Darunter steht Fuchsia magellanica „Gracilis“.
Hinter der Zinkwanne leuchtet  Aster laevis „Calliope“- eine höhere Aster mit fast schwarzen Stielen, die keinen Mehltau bekommt und schon vor der Blüte ins Auge fällt.

 

Verbena bonariensis, das argentinische Eisenkraut, ist sicher vielen bekannt.
Aber der Schmetterling kam so bezaubend daher geflattert – da knipste der Finger schon automatisch.
Rechts oben: Ach, wenn ich doch den Duft mitschicken könnte – Actaea „Queen of Sheba“.
Darunter Cyclame herderifolium – das Herbstalpenveilchen, für trockene Schatten ideal, bildet ganze Teppiche – wenn man es in Ruhe lässt und nicht hackt!
Links unten leuchtet Liriope muscari. Eine immergrüne Staude für den Halbschatten mit dunkelgrünen Blättern, die grasähnlich aussehen und passend dazu die Krötenlilie, Tricyrtis hirta.

 

Leycesteria formosa, der Karamellstrauch, wird noch viel zu selten gepflanzt. Er überrascht uns mit bourdeuxfarbenen Beeren, die sich glänzend schwarz verfärben.
Rechts oben leuchtet Lespedeza thunbergii, der Buschklee. Ein bogig überhängendes Gehölz, das jedes Jahr stark zurückgeschnitten wird und im Herbst intensiv leuchtet.
Clematis orientalis „Orange Peel“ erfreut uns und die Wildbienen noch lange mit ihrer gelben Blütenfülle.
Clematis ladakhiana dagegen ist ein kleines Juwel. Wenn man nicht aufpasst, läuft man glatt vorbei.

Und das sind längst noch nicht alle blühenden Stauden, die uns jetzt erfreuen können.
Gerade das Astern Sortiment, jenseits von dumosus und novi-belgii, hält viele Überraschungen bereit.

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Sehen Sie die kleine Aster rechts im Bild?
Das ist Aster cordifolia „Ideal“. Eine wunderschöne, gesunde Sorte, in der es brummt und summt.
Denn auch das ist im Herbst wichtig – die Wildbienen, Hummeln und Honigbienen brauchen gerade jetzt noch einmal Nahrung, um den Winter gut zu überstehen.

Genauso wie wir Gartenmenschen doch den Herbst mit all seinen Facetten genießen sollten – und das ganz bewußt auch im eigenen Garten!

2 Kommentare zu „Herbst – meine liebste Zeit im Garten

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