Gärtnern

Kartoffelernte

 

Wie so Vieles in diesem Jahr, steht auch meine Kartoffelernte früher als gewohnt an. Das Kartoffelkraut ist lange vor der eigentlichen Erntezeit (Lagerkartoffeln) gelb und trocken geworden.

Dafür habe ich noch nie so saubere Kartoffeln geerntet. Normalerweise muss ich bei unserem schweren Lehmboden die Kartoffeln mühsam mit der Grabegabel aus dem Erdreich hebeln. Lila farbige Kartoffeln baue ich nicht mehr an – die finde ich im Lehm nicht. Dieses Mal reicht ein beherzter Ruck an den dürren Strünken und die Ernte liegt auf der Bodenkrume.

Bei der ganzen Aktion habe ich nicht einen Regenwurm gesehen. Selbst als ich mit dem Spaten einmal probehalber eine Scholle umgelegt habe—nichts. Dafür haben wohl einige andere Bodenbewohner meine Kartoffel als Feuchtigkeitsdepot entdeckt. Gut ein Drittel der Kartoffeln hat Fraßschäden und Bewohner. Ja, bei der Trockenheit hilft sich jeder, so gut wie er kann.

 

Die geernteten Kartoffeln werden wohl nicht lange lagerfähig sein. Es fehlt ihnen noch die feste Schale. Ungewaschen halten sich Kartoffeln länger als gewaschen an einem kühlen, dunklen Ort.

Normalerweise säe ich nach der Kartoffelernte eine Gründüngung aus, damit der Boden bedeckt ist und sich erholt. Aber in diesem Jahr wird es ohne künstliche Bewässerung nicht keimen. Ich habe deshalb abgeschnittenes Grüngut aus den Staudenbeeten als Flächenkompost aufgelegt. Sobald der Regen kommt, folgt dann die Gründüngung.

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