Schreiberei

Einfach gut behütet

Er gibt Auskunft über Herkunft, Tradition, Kultur, Beruf, Religion, Gesellschaft, Stellung und Rang. Er ist aus Fell, aus Leder, Leinen, Wolle, Hanf, Seegras, Baumwolle, Papier oder Stroh, verziert mit Federn, Blumen oder Spitze. Er ist rund, eckig, kegelförmig, klein, groß und trägt Namen wie Trilby, Kreissäge, Bogart, Panama, Glocke oder Stetson. Die Royals tragen ihn als modisches Accessoire bei ihren öffentlichen Auftritten, und beim Pferderennen in Ascot erregt er mehr Aufsehen als manch preisgekröntes Pferd. Gemeint ist der Hut!

Mein Lieblingshut: Mit seiner flexiblen Krempe passt er in jede Tasche.

Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts war es in unserer Gesellschaft üblich, einen Hut zu tragen. Ohne Haube, Kappe oder Hut galt man als nicht standesgemäß gekleidet. Unter seinem Dach erkannte man den Bürgermeister, den Pfarrer, den Lehrer, den Bauern, den Jäger, die Dame oder die Magd. Der Hut gab Auskunft über Gesellschaftsschicht und Stand. Mit der Hippie-Bewegung in den 60er und 70er Jahren, ihrem Drang nach Freiheit, persönlicher Entfaltung und der Aufgabe von Wohlstandsidealen, begann der Untergang des angepassten Kleidungsstils und somit auch des Hutes. Heute erlebt der Hut ein Comeback. Aktuell entwickelt sich eine kleine, feine Szene engagierter und kreativer Modisten, die mit wunderbaren Hutkreationen Persönlichkeit und Stil der Träger unterstreicht.

Der Strohhut

Den Strohhut verbindet man augenblicklich mit der Wärme des Sommers. Des Gärtners geliebte Kopfbedeckung schützt vor zuviel Sonnenlicht und UV-Strahlung. Zudem sorgt er durch seine Leichtigkeit und die luftdurchlässige Struktur für einen kühlen Kopf. Die Geschichte des Strohhutes reicht viele Jahrhunderte zurück und führt uns in die verschiedensten Kulturen von Asien, Europa und Afrika. Er besteht aus getrockneten Halmen oder Blättern von verschiedensten Pflanzen, wie z.B. aus Palmstroh oder Getreidestroh. Je feiner das verarbeitete Stroh ist, umso feiner ist auch das Flechtbild und die Qualität des Hutes.

Normalerweise wird ein Strohhut in Handarbeit geflochten, geknüpft oder gewebt. Verschiedenste Techniken führen zu seinem individuellen Aussehen, zu Flexibilität und Haltbarkeit. Brüchige Strohsorten wie z.B. Roggenstroh, werden zuerst zu meterlangen Zöpfen, sogenannten Mottlets, geflochten und dann spiralförmig zusammengenäht. Den Strohhut gibt es in vielen Farben und Formen. Arbeiten wir im Garten, bevorzugen wir einfache, bequeme und bewährte Modelle, die unser Gesicht beschatten und uns beim ausgedehnten Mittagsschläfchen die Insekten von der Nase halten. Befinden wir Garten-Ladies uns auf einem besonderen Event oder auf einer Gartenreise, behüten wir uns mit unseren allerschönsten Stücken.

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Einfach gut behütet

    1. Hallo flitzerglitzer,

      ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt. Es gibt so tolle Hüte und es macht einfach Spaß, sie einfach mal aufzusetzen und zu gucken, wie man sich damit fühlt. Manchmal findet man dabei spontan den richtigen „Wohlfühlhut“.

      Liebe Grüße,
      Carmen

      Gefällt 1 Person

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