Kräuterwissen · Kreatives

Naturseife selbst gesiedet – Cremige Mohn-Peelingseife

 

Unser größtes Organ ist die Haut. Sie schützt uns vor Umwelteinflüssen und übernimmt wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels. Nun sollten wir sie schützen, ihr Aufmerksamkeit zollen und ihr mit Respekt begegnen. Naturseifen aus eigener Herstellung bieten individuelle Pflege, die nach eigenen Wünschen zusammengestellt werden kann.

Inhaltsstoffe ohne Erdölprodukte, ohne künstliche Tenside oder andere Chemikalien! Reinigungsmittel wie Duschgels, Reinigungsmilch, Shampoos oder Waschstücke werden werbewirksam und farbenfroh in der allgegenwärtigen Werbung angepriesen. Eigene Produkte benutzen, das ist Genuss, den man mit gutem Gewissen ausleben kann.

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Allerdings braucht man für die Seifenherstellung vorab einige Dinge:

1. Feinwaage

2. Stabmixer

3. Seifentopf

4. Ein stabiles, hitzebeständiges Plastikgefäß zum Mischen der Lauge

5. Schutzbrille

6. Gummihandschuhe

7. Plastikkochlöffel

8. Gummispatel

9. Ein hitzebeständiges Thermometer

10. Seifenformen (Silikon- oder Holzformen)

11. Küchenrolle zum schnellen Saubermachen

Alle Zutaten sind im Internet/Apotheken/Reformhäusern erhältlich. Es ist eine Grundausstattung nötig, bevor man sich dem Hobby der Seifensiederei widmet. Es macht süchtig, die verschiedenen Rezepte auszuprobieren. Es lassen sich eigene Gartenkräuter, Blüten, selbst Obst und Gemüse einmischen und nicht zu vergessen die vielfältige Auswahl an ätherischen Ölen.

Ich möchte die Herstellung einer cremigen Mohn – Körperpeeling-Seife vorstellen. Für das Gesicht könnte der eingearbeitete Mohn zu grob sein. Die eingerührten, wunderbar duftenden Pfefferminzöle wirken kühlend und desinfizierend.

Zutatenlistste:

ÖLE:           150 g Kokosöl – 150 g Palmöl – 20 g Bienenwachs → FEST

150 g Rapsöl – 150 g Olivenöl – 50 g Sojaöl               → FLÜSSIG

LAUGE:      225 g destilliertes Wasser – 91 g NaOH (Natriumhydroxid = Ätznatron)

DUFT:           10 g Pfefferminzöl – 5 g Limettenöl – 3 g Teebaumöl

ZUSÄTZE IN DEN SEIFENLEIM: 1 Prise Farbpigment grün – 1 TL grüne Tonerde –

1 EL Erdäpfelstärke – 3 TL Mohn-Peeling

Die festen Fette in einem Topf (nur Edelstahl oder Emaille) bei geringer Hitze schmelzen.

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Die flüssigen Öle hinzugeben und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Nun Gummihandschuhe und Schutzbrille anziehen. Jetzt wird die Lauge in einem großen Plastikgefäß angerührt (Vorsicht kann schäumen, deshalb den Topf groß wählen). Dann das NaOH (wird benötigt, um die Öle aufzuspalten, damit die Ölmischung zu Seife wird) genau (!!!) auswiegen und langsam in die Schüssel mit dem destillierten Wasser geben. Das mache ich immer draußen, da das Zusammenmischen der Säure und des Wassers zu einer chemischen Reaktion führt, die stark ätzende Dämpfe freisetzt. Die Mischung erhitzt sich und muss auf circa 35 – 38 Grad Celsius abkühlen. Bitte nicht einatmen und sicherstellen, dass keine Kinder, Tiere oder neugierige Ehemänner einen Atemzug nehmen. Ist die richtige Temperatur erreicht, werden die Öle und die Lauge zusammen mit dem Stabmixer vorsichtig zusammengegossen. Solange mixen, bis sich die Flüssigkeiten verbunden haben.

Nun die Farbpigmente, den Mohn und die Stärke hinzugeben und so lange rühren, bis sich der Seifenleim zeichnet. Das bedeutet, dass er die Konsistenz eines flüssigen Puddings annehmen muss. Am Schluss werden die ätherischen Öle hinzugefügt und die Masse in passende Formen gegossen.

Anschließend wird die Form ohne Abdeckung für 2 Tage kühl gestellt. Danach kann die Seife vorsichtig gestürzt und in passende Stücke geschnitten werden. Vor der Verwendung muss das Produkt 40 Tage kühl reifen. Bei Nichteinhaltung der Reifezeit riskiert man eine gereizte, irritierte Haut, ansonsten Duft und Zartheit.

Rezept aus: Josel, Ingeborg; Naturseifen selbst gesiedet, Leopold Stocker Verlag

SEIFE
Von Robert Gernhardt

Wasser ist zum Waschen da.
Doch was sollen Seifen?
Wer nicht ganz vernagelt ist,
wird das rasch begreifen:

Seife ist handlich.
Seife riecht gut.
Nur Katzen meinen,
dass sie’s nicht tut.

Seife ist eckig.
Seife wird rund.
Ein Mensch ohne Seife
kommt auf den Hund.

Seife braucht Wasser.
Seife ist glatt.
Schlecht dran, wer drauftritt,
gut, wer sie hat.

Seife will schäumen.
Seife macht rein.
Wer sich nicht einseift,
endet als Schwe…r zu ertragender
Zeitgenosse.

Ein Kommentar zu „Naturseife selbst gesiedet – Cremige Mohn-Peelingseife

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