Kräuterwissen

Die Heilkraft des Wacholders

Auch im Winter findet man im Wald Ruhe, Erholung und heilsame Schätze. Tannen, Fichten und viele andere Nadelbäume verlieren ihre Nadeln nicht und schenken uns bei einem Spaziergang wunderbare harzige Düfte und ein Gefühl von Beständigkeit, Schutz und Erdverbundenheit.

Ich möchte den Wacholder vorstellen. Er ist ein Baum oder Strauch mit sehr unterschiedlicher Wuchsform von 2 bis 10 m Höhe. Seine Beeren reifen zwei oder drei Jahre lang, sodass blaue (reife) und grüne (unreife) an derselben Pflanze auftreten.

Der Wacholder, Juniperus communis, wächst hauptsächlich auf trockenen, häufig kalkhaltigen oder sandigen Böden in der Lüneburger Heide oder auf der Schwäbischen Alb. Diese Zypressenart steht unter Naturschutz, die Früchte dürfen aber geerntet werden. Seine desinfizierenden, reinigenden Eigenschaften galten früher als Schutz vor Ansteckung in Seuchenzeiten. Die Heilwirkung des Wacholders reicht von der Förderung der Verdauung über die Harnorgane bis zum Atmungsapparat und Infektionskrankheiten.

Der „Wach-holder“ macht wach und stärkt die Lebensenergie, was zur jetzigen kühlen und dunklen Jahreszeit besonders zu empfehlen ist. Verglimmende Wacholderbeeren verbreiten einen angenehmen Wohlgeruch.

Zwei Darreichungsformen möchte ich vorstellen:

Wacholderöl

Zutaten: 2 EL Wacholderbeeren, 1 Wacholderzweig, ½ l Oliven- oder Sonnenblumenöl

Zubereitung: Die Wacholderbeeren im Mörser leicht anquetschen und zusammen mit dem Zweig und dem Öl in eine Flasche geben. Diese wird verschlossen und 6 Wochen an einen warmen Ort gestellt.

Anschließend das Öl filtern, Wacholderzweig und-beeren entfernen und das Öl an einem kühlen, dunklen Ort lagern.

4 Monate haltbar!

Das Öl fördert durch sanftes Einmassieren die Durchblutung und lindert die Schmerzen bei Muskelkater, Verspannungen und rheumatischen Beschwerden.

Wacholderöl ist auch in der Küche zu verwenden als Marinade für Wildfleisch!

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Wacholderfußbad

Zutaten: 6 EL Wacholderbeeren, 1 l Wasser

Zubereitung: Die Beeren fein mörsern und mit 1 l heißem Wasser einen starken Tee kochen. Diesen in eine Schüssel mit 2 l warmem Wasser geben. 10 Minuten die Füße darin baden. Anschließend dicke Wollsocken anziehen und ruhen. Der Wacholder durchwärmt den ganzen Körper.

Ein alter Spruch sagt: „Kopf kalt, Füße warm – macht den Mediziner arm.“

 

3 Kommentare zu „Die Heilkraft des Wacholders

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