Gärtnern

Rosenkohl

Als Kind habe ich ihn gehasst, jetzt liebe ich ihn. In diesem Jahr habe ich endlich ein Beet mit reichlichen Pflanzen angelegt. Bisher habe ich immer den richtigen Zeitpunkt verpasst: Beete voll, Urlaubszeit… Rosenkohl braucht wie alle Kohlgewächse viel Zeit zur Entwicklung und reichlich „Futter“. In diesem Jahr bot sich nun die Gelegenheit weil ich ein Erdbeerbeet aufgelöst habe. Nachdem alle Pflanzenreste aussortiert waren, habe ich tiefgründig mit der Grabegabel umgegraben und gleich reichlich Dünger in Form von Rinderdungpellets untergearbeitet. Die Erdbeeren hatten den schweren Lehmboden verdichtet, sonst hätte einfaches hacken gereicht.

Dann habe ich meine Rosenkohl-Babies mit reichlich Abstand ins Beet gesetzt, die fertige Pflanze benötigt 0,25 qm Platz. Ins Pflanzloch habe ich etwas Schafwolle als Dünger gelegt. Vor dem Pflanzen habe ich alle Blätter nach den Eiern des Kohlweißlings abgesucht. Ich will ja keine Raupen züchten.

In die Beetlücken habe ich Salat gesetzt, der ist ja fix fertig.

Dann kam das Nervige an der ganzen Veranstaltung: Aufbau des Gerüstes für das Pflanzenschutznetz und Überziehen des Selbigen. Da wäre es hilfreich gewesen eine zweite Person zur Unterstützung zu haben. Das Netz muss gut am Boden verankert werden und darf nicht vom Wind hoch geweht werden. Es hilft auch gut gegen gefräßige Tauben und Rehe.

Jetzt muss ich noch regelmäßig gießen und düngen und hoffe auf eine gute Ernte. Ich glaube, ich kann die Röschen schon riechen, in der Pfanne mit Zwiebeln angeschmort, noch bissfest. Nur mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt. Was für ein Unterschied zu dem totgekochten Rosenkohl meiner Kindheit.

2 Kommentare zu „Rosenkohl

  1. Hallo Gerd,
    Danke für die guten Wünsche. Ich bin auch mal gespannt ob es was wird, ich werde weiter berichten. Ich hatte auch schon ein paar missglückte Anbauversuche. Schneckenfraß, nur lose gewachsene Röschen, Läuse…Manchmal wundere ich mich, wie unsere Altvorderen überhaupt was zum Ernten bekommen haben. Die haben schließlich davon gelebt.
    Liebe Grüße
    Annette

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  2. Moin Annette,
    einige meiner grauen Haare habe ich sicher auch meinem Rosenkohl zu verdanken. Wie man auch in meinem Blog nachlesen kann, habe ich immer wieder versucht, die kleinen Röschen anzubauen – aus den verschiedensten Gründen leider ohne Erfolg. Mal lag es am Kohlweißling, mal habe ich einfach zu früh aufgegeben. Bisher mein einziger Erfolg: ein Tütchen Saatgut nach zwei Jahren Geduld.
    Für wichtig halte ich nach meinen Erfahrungen vor allem eine frühe Vorzucht, viel Dünger nach dem Auspflanzen und ein gutes Schutznetz, wie Du es Dir gebaut hast. Wenn die Pflanzen dann tatsächlich durchhalten und wachsen, sollte man trotzdem frühestens im Oktober oder November mit einer Ernte rechnen.
    Dir wünsche ich viel Erfolg. Nächstes Jahr werde ich es vielleicht auch wieder versuchen.
    Liebe Grüße
    Gerd

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