Tierisches

Spitzmäuse

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Wer beim Werkeln im Garten schon mal pfeifende, quietschende oder zirpende Geräusche gehört hat, hat sicher an Vögel gedacht. Die Verursacher dieser Töne bekommt man selten zu Gesicht, und dann sind sie meist schon tot. Es sind Spitzmäuse. Sie erkunden ihre Welt per Ultraschall. Es gibt viele verschiedene Arten von Spitzmäusen, bei uns kommt die Wald-, Feld- oder Hausspitzmaus am häufigsten vor. Der Name „Maus“ ist etwas irreführend, sind Spitzmäuse doch keine Nagetiere. Sie sind Fleisch- und Insektenfresser und sind mit Maulwürfen und Igeln verwandt. Deshalb braucht man auch nicht in Panik zu verfallen, sollte man in seinem Garten oder Haus mal auf eine stoßen. Sie fressen Asseln, Regenwürmer, Käfer, Engerlinge, Spinnen und alles, was uns normalerweise ein „Igitt“ ausrufen lässt und unsere Pflanzen schädigt. Daher sind sie sehr nützlich. Zumal sie für ihr Körpergewicht riesige Mengen davon fressen.

Eine Spitzmaus lebt ein hektisches Leben, sozusagen Dauermarathon. Ihr Herzschlag liegt bei 1000 Schlägen pro Minute. Sie wiegt ca. 15 bis 30 g Gramm und muss ununterbrochen fressen, um ihre Körperfunktionen aufrecht zu halten. Sie benötigt pro Tag Nahrung in der Menge ihres Körpergewichtes. Wissenschaftler haben sie auch schon mal als Zähne mit Magen bezeichnet. Sie werden selten älter als ein Jahr. Dafür ist ihre Vermehrungsrate ähnlich hoch wie bei Mäusen. Winterschlaf halten sie nicht, weil sie sich keinen Körperfettvorrat anfressen können. Fressfeinde haben sie nicht sehr viele, da ihr Moschusgeruch die meisten Beutegreifer abschreckt. Katzenbesitzer werden sicher schon einmal erlebt haben, dass ihr Liebling eine Spitzmaus gefangen hat, aber nicht frisst. Nur Eulen lassen sich vom Geruch nicht abhalten, sie schlucken die Spitzmäuse einfach im Ganzen.

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Der nahe Verwandte, der Maulwurf, ist genauso nützlich und zählt auch zu den Gartenhelfern. Auch er lebt von Insekten und Würmern und lässt anders als eine Wühlmaus unsere Pflanzen in Ruhe. Bei Rasenbesitzern fällt er nur unangenehm durch seine Haufenwürfe auf. Auch das Argument, Maulwürfe und Wühlmäuse würden das gleiche Gangsystem benutzen, ist nicht richtig. Ein Maulwurf kontrolliert seine Tunnel nach tierischer Nahrung, diese Tunnel liegen sehr tief. Wühlmäuse buddeln sich unseren geliebten Pflanzenwurzeln entgegen, die liegen meistens höher.

Jeder Gartenbesitzer sollte froh sein, Spitzmäuse und Maulwürfe im Garten zu beherbergen. Durch Steinhaufen oder Mauern mit Spalten und Hohlräumen, dichtem Bewuchs mit Sträuchern und unaufgeräumten Ecken kann man die Spitzmäuse fördern.

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