Kreatives

Kokedama, Koke… was?

 

Kennt ihr Kokedama? Ich nicht – bisher. Am Wochenende habe ich die Grüne Woche in Berlin besucht und durfte beim Kokedama-Workshop, mit Floristenmeister Markus Alexander Reinhold, in der Blumenhalle mitmachen. Kokedama ist der japanische Begriff für Moosball, und genau das sind die etwa faustgroßen bepflanzten Blumenkunstwerke, in denen eine Zimmerpflanze wächst oder wie bei mir eine Blumenzwiebel. Kokedama ist ein in Japan sehr beliebter Trend die Fenster zu schmücken, der sich auch bei uns zunehmender Beliebtheit erfreut. Zu kaufen gibt es diese spannende Blumenkunst fast nirgendwo, aber sie ist ganz einfach und schnell selbstgemacht.

Und das braucht Ihr dazu:

  • eine Blumenzwiebel, die im Topf vorgezogen ist, oder alternativ eine kleinbleibende Topfpflanze, die mit wenig Wasser auskommt
  • frische Moosplatten, bitte nicht im Wald sammeln, sondern im Gartencenter kaufen oder aus dem Rasen im eigenen Garten nehmen 😉
  • Blumendraht in Lieblingsfarben und ein ummanteltes Filzband (ebenfalls im Gartencenter erhältlich), oder alternativ eine Paketschnur
  • Schere

Legt Euch alle Materialien bereit und topft die Zwiebel vorsichtig aus. Dann legt ihr die Moosplatten um den Substratballen, sodass er komplett abgedeckt ist.

    

Nun wird die Mooskugel kreuz und quer mit dem Draht umwickelt und zwischendurch rund gedrückt, bis sie einen sehr guten Halt bekommt. Wer keinen Draht sehen möchte, kann anstatt dessen eine dünne Nylonschnur verwenden. Nun den Draht oder die Schnur verknoten und abschneiden. Ich habe dann meine Kugel mit buntem Filzband ebenfalls kreuz und quer umwickelt, dieses zum Schluss ebenfalls verknotet und dann noch ein langes Filzband zum Aufhängen drangebunden. So lässt sich die Kugel auch als Handtasche tragen ;-). Wenn die Kugel nicht gerade hängt, ist das kein Problem, da sich die Pflanze nach etwa einem Tag zum Licht hin ausrichten wird und dann wieder gerade wächst.

Damit Eure Pflanzen nicht austrocknen, werden sie gewässert, indem Ihr sie in eine Schale mit Wasser setzt, sie sich vollsaugen und abtropfen lasst, bevor sie wieder aufgehängt werden. Am Gewicht der Kugel könnt Ihr abschätzen, wann die Pflanze das nächste Mal Wasser braucht. Die Moosbälle eignen sich nicht für ein Sonnenfenster, da das Moos dort zu schnell austrocknet. Um es frisch zu halten,  empfiehlt es sich, das Moos ab und zu mit Wasser zu besprühen. Und natürlich sind sie auch ganz wunderbar geeignet für eine geschützte Stelle auf der Terrasse oder dem Balkon. Nach dem Verblühen können die Frühlingsblüher, ohne die Kordel und ohne sie zurück zu schneiden, direkt ins Beet gepflanzt werden.

Ein Kokedama ist auch ein ausgefallenes, selbstgemachtes Mitbringsel, eine tolle Idee um mit Freunden kreativ zu werden und eignet sich hervorragend, um bei Kindergeburtstagen mit den Kindern zu basteln. Auch als Tischdekoration wirkt sie wunderschön. Außer mit Blumenzwiebeln können Kokedamas mit Zimmerpflanzen bepflanzt werden, die wenig Wasser brauchen wie zum Beispiel:  Farne, Ziergräser, Efeu oder Sukkulenten. In Japan pflanzt man sogar kleine Bonsai-Bäumchen in Kokedamas.

 

 

 

 

3 Kommentare zu „Kokedama, Koke… was?

  1. Ich kenne Kokadamas und habe schon für den Garten welche mit Mini-Farnen gemacht. Am Schattigen Standort haben sie gut überlebt.
    Für drinnen würde ich mir keines wählen, nach dem Wässern tropft es doch wirklich noch stundenweise (wohin damit? während dessen?)
    Viel Spass beim Lehmformen und zusehen wie das Pflänzchen wächst.
    Grüess Pascale

    Gefällt 1 Person

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