Gärtnern

Frühjahrsputz im Staudenbeet

In der letzten Woche war bei uns in Ostwestfalen der Frühling auf einmal da, wenigstens für zwei Tage. Die Vögel in meinem Garten waren munter und probten schon mal ihre Lieder, sogar eine Biene kreuzte meinen Weg, als ich meine Hühner besuchte. Daraufhin beschloss ich, meinen Nachmittagskaffe auf der Gartenbank zu genießen.

Wie ich so meine Blicke durch den Garten schweifen ließ, sah ich lauter Dinge, die keinen Aufschub mehr duldeten. Die Terrasse und die Wege waren schnell von Laubresten befreit, die sich in den Ecken versteckt hatten. Aber wie sahen eigentlich die Beete aus! Auch da lag noch viel Laub, das mein Walnussbaum noch spät geworfen hatte. Normalerweise lasse ich Laub in den Beeten liegen, aber das Walnusslaub enthält viel Gerbsäure und verrottet daher nur schwer. Zudem hemmt es das Wachstum der anderen Pflanzen. Also suchte ich es zusammen und brachte es auf unseren Misthaufen, den wir glücklicherweise noch haben. Bei dieser Putzaktion musste ich sehr vorsichtig vorgehen, ich habe viele Blumenzwiebeln in den Beeten und wollte sie auf keinen Fall beim Austrieb stören.

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Die einzigen Begleiter waren deshalb Handschuhe und meine Gartenschere. Diese brauchte ich um die Stauden, die ich wegen des Winterschmucks habe stehen lassen, abzuschneiden. Dazu zählen zum Beispiel verschiedene Sedum (Fetthennen), Phlomis (Brandkraut) und Astern, aber auch einige sommergrüne Ziergräser. In den Beeten wachsen verschiedene Lenzrosen, die sich auch gerne versamen, bei ihnen war nun der richtige Zeitpunkt die Laubblätter aus dem letzten Jahr abzuschneiden, innerhalb von drei Wochen treiben dann frische grüne Blätter wieder durch und die Pflanze hat ihren großen Auftritt.

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Immergrüne Stauden, wie Bergenien oder Heuchera und immergrüne Gräser, zum Beispiel Japanseggen, putzte ich nur aus und schnitt sie nicht ab. Für den Rückschnitt von Rosen und mehrjährigen Kräutern, wie Salbei, Rosmarin oder Lavendel war es noch zu früh. Rosen schneide ich erst, wenn die Forsythien blühen und mit dem Rückschnitt der Kräuter warte ich, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

Während ich zufrieden in meinem Garten wuselte, zog eine Schar Kraniche am Himmel vorbei, es wird also tatsächlich Frühling, bald…

 

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