Gärtnern

Orientalischer Mohn

Unter Orientalischem Mohn, auch Türkenmohn genannt,
versteht man unseren heutigen Staudenmohn.

Diese heutigen Züchtungen stammen von drei Papaver-Grundarten
ab, von denen die erste vermutlich ca. 1701 von einem
französischen Botaniker aus der nordöstlichen Türkei nach Europa
gebracht wurde.  Ca. 100 Jahre später kam eine weitere Sorte
aus dem Kaukasus zu uns. Eine dritte Mohnart aus dem Kaukasus wird noch zu den
Eltern der heutigen Staudenmohne gezählt. Einige Gärtnereien haben
sich dann mit den Züchtungen beschäftigt, später auch  die Gärtnerei
Gräfin von Zeppelin in Sulzbach Laufen.

Staudenmohne werden 50 bis 100 cm hoch. Die Farbpalette reicht
von weiß über aprikot, rosa und orangerot zu knallrot bis violett.
Die Bläter können gerüscht oder zerknittert wirken.
Ein sonniger, trockener Standort wird bevorzugt. Die Blütezeit ist von
Mai bis Mitte Juni. Nach der Blüte sehen die Stauden recht schnell
unansehnlich aus und ziehen sich dann komplett in den Boden zurück
In den langen Pfahlwurzeln sammeln sie neue Kraft und treiben
im Herbst wieder aus. Deshalb ist ein Standort weiter hinten im
Beet vorteilhafter, da die entstehende Lücke im Hochsommer von
anderen Stauden überwuchert wird.

Eine Vermehrung kann durch Teilung erfolgen. Die Aussaat kann auch
funktionieren, allerdings unterscheiden sich die Abkömmlinge oft
sehr von der Mutterpflanze.
Eine recht auffällige Farbe hat die Sorte Patty’s Plum mit violett purpurfarbigen
zerknitterten Blättern, die fast wie Papier wirken. Hier ein Foto aus meinem Garten.

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