Gärtnern

Moos…

Bei meinen ersten Frühjahrsspaziergängen durch den Garten fiel es mir auf Schritt und  Tritt auf, das Moos. Überall hat es sich während der feuchten, kalten, dunklen Herbst- und Wintermonate verbreitet. Im Rasen, auf den Beeten, an den Steinen, an den Bäumen, in den Fugen – einfach überall. Es bietet meinen „Freunden“, den Nacktschnecken, ein heimeliges Zuhause.

An manchen Stellen lädt es durchaus ein zum Verweilen, Streicheln, Träumen und verschönert die Atmosphäre, an anderen Stellen ist es eher nicht gewünscht. Der Rasen kommt kaum noch durch, auf den Beeten erstickt es die Pflanzen, auf den Stufen wird es glatt.

Moose sind kleine blütenlose Pflanzen, denen es gelungen ist, einfache Blätter und Stängel zu entwickeln. Sie besitzen keine echten Wurzeln, das Wasser wird von Zelle zu Zelle wie Tinte in einem Löschpapier weitergetragen. Mit Zellfäden heften sich die Pflänzchen an den Untergrund. Moose können über ihre ganze Oberfläche Wasser aufnehmen, manchmal das 20 – 30 fache ihres Gewichtes, aufgesaugt wie ein Schwamm.

Ihre Vermehrung erfolgt über Sporen. Auf der jungen Moospflanze befinden sich getrennt voneinander männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Die männlichen begeißelten Geschlechtszellen können nur schwimmend die Eizellen erreichen, somit ist eine Befruchtung nur bei tropfnassem Moosteppich möglich.

Moos ist unglaublich genügsam, es kann in einer Art Trockenstarre viele Jahre auf die Fortpflanzung warten.

Die Hauptursache für Moos im Rasen ist Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff), Lichtmangel und Staunässe. Nach anfänglichen Versuchen, dem entgegenzuwirken, habe ich es nun aufgegeben. Das Moos hat einen weichen, trittfesten Teppich ausgebildet und darf bleiben.

Es hat gesiegt. Wir sind Freunde geworden.

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