Gärtnern · Wildkräuter, Staude

Selektives Wildkrautjäten

Das ist nicht gerade eine Tätigkeit, die ich gern ausübe. Aber wenn ich es nicht jetzt mache, überrennen später die Wildkräuter die Stauden und übernehmen die Beete. Die sind nämlich ganz schön übergriffig. Wenn auch viele ein Loblied auf Wildstauden und Wildkräuter singen, ich möchte im meinem Garten auf mehr als nur wilde Erdbeeren, Nelkenwurz, kriechenden Hahnenfuß und Weidenröschen gucken. Wenn alles im Frühjahr ausgetrieben ist, möchte ich nicht mehr in den Beeten rumbalancieren und Flurschäden anrichten.


Im Laufe der Zeit habe ich mir verschiedene Jätewerkzeuge und Methoden zugelegt. Es gibt schließlich unterschiedliche gewachsene Wildkräuter. Einige haben tiefe Wurzeln und klammern sich im Erdboden fest., die werden mit der Handgrabegabel rausgehebelt. Die langen Pfahlwurzeln vom Löwenzahn gehe ich mit einem Spargelstecher oder einem schmalen Wurzelstecher an. Aber nur dort, wor er wirklich stört, an den meisten Stellen darf er bleiben.
Bei Wildstauden, die sich innig mit Stauden vereinigt haben, jäte ich nur die Blätter und schwäche so ihren Lebenswillen. Da muss ich öfter nachsehen, denn so leicht geben die nicht auf. Aber ich habe keine Lust die ganze Staude auszugrabenund die Wildkräuter rauszufriemeln.


Die meisten gejäteten Pflanzen lasse ich im Beet als Mulch liegen. Zumindest, wenn es in den nächsten Tagen trocken ist. Einige Kandidaten überleben aber auch ohne Verbindung zur Erde. Die landen im Sonderkompost.
Wenn im Laufe des Frühjahrs alles dicht zugewachsen ist, jäte ich nur noch die Wildkräuter, die mir unangenehm auffallen weil sie sich invasiv aussäen oder mit meterlange Ausläufern alles erobern.

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