Gärtnern

Sicherheit im Garten

Alle Hobbies und Sportarten sind mehr oder weniger gesundheitsgefährlich. Man denke nur an die vielen Hobbyfußballer, die montags humpelnd zur Arbeit erscheinen. Meistens passiert in Situationen etwas, in denen wir „mal eben“ etwas machen wollen. Unter Zeitdruck, unkonzentriert, vielleicht schon etwas erschöpft.

Ich werkel in meinem Schrebergarten oft allein herum. Kein Nachbar in Rufweite im Garten. Da habe ich es mir zur Routine gemacht, mein Handy immer in der Hosentasche zu haben. Sonst findet man mich erst zum Anbruch der Dunkelheit, wenn ich nicht Zuhause erschienen bin.

Einen Verbandskasten mit Pinzette, Pflaster, Druckverband, sauberer Schere und antiallergischer Salbe habe ich im Gartenhaus. Da ich Bienen habe, liegt auch vorsichtshalber eine Packung Antihistaminika darin.

Bäume schneiden, Altmaterial schreddern und große Strauchrosen schneiden, mache ich nur mit Schutzbrille. Das sieht am Anfang etwas albern aus, aber das ist mir mein Augenlicht wert. Zu oft wirbeln abgeschnittene Teile durch die Luft und finden zielgerichtet die Augen. Beim Beschneiden von Ramblerrosen habe ich mich immer dick vermummt. Meine Bobby James war sehr anhänglich und hatte mörderische Hakendornen. Da habe ich sonst ausgesehen, als hätte ich mit einer Katze gekämpft.

Das Thema Leitern und Höhe ist auch erwähnenswert. Aus dem Alter, in dem ich mich als Akrobat versuche und in Bäume klettere, bin ich raus. Mit Leiter nur, wenn jemand zum Halten da ist und die Leiter vernünftig stehen kann. Keine Experimente!

Beim Thema Tragen und Transportieren muss ich mir immer selbst Vernunft zureden. Man sollte eigentlich wissen, wann es zu viel ist. Der Rücken und die Knie danken es oder erinnern einen noch Tage später daran, dass man es übertrieben hat.

Das sind meine guten Vorsätze für das neue Gartenjahr. Ich hoffe, ich erinnere mich in der passenden Situation daran. Wäre ja auch schade, sich selbst auszuknocken und dann bei bestem Gartenwetter leidend auf dem Sofa zu sitzen.

2 Kommentare zu „Sicherheit im Garten

  1. Liebe Anette,

    schön zu lesen, dass du über typische Blessuren, die mann/frau sich beim Gärtnern zufügen und/oder einfangen kann, nachdenkst und dabei hoffentlich, noch keine schrägen Erfahrungen machen musstest.

    Ich selbst habe Jahrzehnte lang nie darüber nachgedacht, erst als ich zum Ende meiner Berufstätigkeit für eine ev. Hilfsorganisation gearbeitet und mitgedacht habe, deponierte ich einen Erste-Hilfe-Kasten in meiner Gartenhütte und im für alle zugänglichen Vereinsheim/Toiletten.

    Das Steigen auf wie auch immer geartete Leitern habe ich mir im Garten gänzlich abgewöhnt. Im Sandboden durchpflügen Maulwurf und Konsorten den Boden gerne auch da, wo die Gärtnerin/der Gärtner ´ne Leiter aufstellt und sich „absolut“ sicher fühlt. Allenfalls steige ich mal auf eine umgedrehte, robuste Plastewanne. Hecken sind entsprechend runter geschnitten und Bäume bearbeite ich bei Bedarf mit einer ausgeliehenen Teleskopsäge bzw. -schere.

    im Zuge meiner Berufstätigkeit und durch den Kontakt zu Rettungskräften, es hat blink gemacht, haben wir in der Kelingartenanlage auf Wegen und Zufahrten überwachsendes Astwerk zurück geschnitten, so dass ein Rettungsfahrzeug – die Kleingartenbande wird zwar immer jünger aber Veteranen sind nach wie vor in der Überzahl – ungehindert Zugang zu einem möglichen Unfallort haben.

    Anette, bleib mir schön gesund und hab eine Blessurenfrei Kleingartensaison.

    Gruß aus Südhessen

    Friedhold

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    1. Hallo Friedhold,

      Danke für deine Zustimmung. Nichts ist ärgerlicher als sich selbst ein Bein zu stellen, im wörtlichen Sinn. Gärtnern hält fit und man braucht kein Fitnessstudio. Ich wünsche uns allen eine gute Gartensaison

      liebe Grüße

      Annette

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