Gärtnern

Obst- und Gemüseernte und ihre Folgeerscheinungen

Wer einen Garten hat, hat auch Geräte. Spaten, Harke, Grubber und vieles mehr sind nötig, um zu säen, zu jäten und zu schneiden. Das alles wird im Gartenhaus untergebracht, mal sehr ordentlich, mal weniger. Gute Gartengeräte kosten schließlich Geld und sollen lange halten.

Der Lohn der Mühen ist dann die Ernte von Obst und Gemüse in Bioqualität, jahreszeitlich angepasst. Mal mehr, mal weniger. Jede/r Gärtner/in platzt vor Stolz über die eigenen Erzeugnisse.

Nun will die gute Ernte auch verarbeitet werden. Und da geht es dann los…

Wer Kirschen hat, braucht einen Kirschentkerner, sonst sieht die heimische Küche schnell aus wie eine Metzgerei. Für Pflaumen gibt es auch so ein Gerät.

Meine letztjährige Apfelernte habe ich zum Entsaften gebracht, bei über 60 kg hört irgendwann der Spaß auf. Nachdem ich die ganze Familie mit Äpfeln versorgt habe, sind die restlichen Äpfel scheibchenweise im Dörrautomat gelandet. Vorher habe ich natürlich auch reichlich Apfelmus eingekocht. Wahrscheinlich reichen wir damit bis 2050.

Merkt ihr was? Nicht nur, das es recht zeitaufwändig ist alles zu verarbeiten, man braucht auch Geräte dazu. Einige nur einmal im Jahr. Da sammelt sich ganz schön was zusammen:

Dampfentsafter, Vakuumierer, Trichter, Marmeladengläser, Einkochgläser, große Töpfe, Fleischwolf, Rumtöpfe, Gummidichtungen, Gärbehälter, Kohlhobel, Sauerkrautfässer, Bohnenschnibbler, Flotte Lotte usw.

Da kommt mit den Jahren einiges zusammen. Und braucht Platz. Wohl dem, der einen großen Keller hat.

Vielleicht ist es ja auch möglich, einige Dinge im Freundeskreis zu leihen. Dann braucht nicht jeder alles zu kaufen. Marmeladengläser habe ich z. B. noch nie gekauft. Es reicht meistens die Verwandtschaft zu animieren, ihre leeren Marmeladengläser zu verwahren und nicht zum Glascontainer zu bringen. Fehlende Deckel kann man nachkaufen.

Die meisten Utensilien sind sehr robust gebaut und werden oft in der Familie weiter vererbt. Oder man guckt, ob man nicht beim Netzflohmarkt fündig wird. Da kommt dann noch ein weiterer nachhaltiger Punkt beim Gärtnern dazu.

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