Gärtnern

Gärtnern – vom richtigen Zeitpunkt

Beim Gärtnern kommt es wie bei vielen Dingen auf den richtigen Zeitpunkt an. Wie heißt es so schön: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Bei manchen Sachen im Garten allerdings auch, wer zu früh agiert.

Zum Beispiel die vorgeschlagenen Aussaattermine auf den Samentütchen. Das sind ja nur Durchschnittswerte. Schließlich gibt es die gleichen Tütchen vom hohen Norden bis in den tiefsten Süden zu kaufen. Da muss man schon selbst das heimische Wetter und den Boden kennen.

Ist die Aussaat gelungen, erwarten die kleinen Pflänzchen auch zeitgerecht vereinzelt zu werden, sprich Pikieren. Lässt man sie zu lang im Topf stehen, gehen sie an Nahrungs – oder Platzmangel ein. Gerettete Jungpflanzen verweigern oft das Weiterwachsen oder bleiben kümmerlich.

Oft kommt man aus beruflichen Gründen nicht so oft in den Garten, oder das Wetter verhält sich nicht kooperativ. Wer dann ein Staudenpaket geliefert bekommt, sollte es nicht einfach bis zum nächsten Gartentag stehen lassen. Auspacken, Wässern und die Töpfchen einzeln aufstellen. Sonst ist alles vertrocknet oder verschimmelt und nur noch was für den Kompost.

Genauso verfahre man bei getauschten/geschenkten Ablegern. Wer einmal von mir Ableger in der Ecke vergammeln lässt, braucht sich beim nächsten Mal nicht wundern, wenn ich nicht so freudig meine Schaufel heraushole. Zumindest sollte man die Pflanzen vorübergehend in feuchte Erde einschlagen, wenn man nicht sofort zum Einpflanzen kommt.

Das Setzen, Schneiden und Wässern von Gehölzen zum richtigen Zeitpunkt ist ein ganz entscheidender Faktor zum Erfolg. Ich werde immer traurig, wenn ich unterwegs Bäume und Sträucher sehe, die nicht gut versorgt sind. Was nützt mir ein teures Gehölz aus der Baumschule, wenn ich es anschließend verdursten lasse oder ihm unsachgemäß die Äste amputiere. Bitte vorher überlegen welche Höhe und Breite am Standort möglich ist. Wenn möglich, immer die optimale Pflanzzeit im Herbst bis zum zeitigen Frühjahr wählen, auch bei den meisten Stauden. Alles andere bedeutet Stress für die Pflanzen und den Gärtner

In den Gartenmagazinen wird oft empfohlen morgens zu wässern, damit die Schnecken und Pilzsporen keine lange Zugriffszeit haben. Nun müssen die meisten Gärtner/innen vormittags arbeiten. Ich gieße daher nicht kopfüber mit der Brause, sondern nur bodennah an jede Pflanze. Das ist zwar aufwändiger, aber somit ist nicht die ganze Beetfläche nass und ein Angriffsziel.

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