Gärtnern

Aronia – die schwarze Apfelbeere

In den vergangenen Tagen öffnete ich eines meiner zwei Gläser Aroniamarmelade,
die ich in diesem Sommer eingemacht hatte. Leider waren die Vögel – ich gönne es ihnen –
wieder schneller als ich und ich musste mit dem Rest vorlieb nehmen. So verwendete ich
die gesamte Beere mit Schalenstücken für die Marmelade, um den größtmöglichen Ertrag
zu erhalten. Schmeckt recht herb, ist aber sehr gesund und auch im Müsli zu verwenden.

Eigentlich ist die Aroniabeere (Aronia melanocarpa) ja eine Vogelbeere. Früher dachte man sogar, sie sei giftig für die Menschen. Entdeckt wurde sie in Nordamerika von den Indianern, die aus den
gedörrten Früchten Mehl herstellten und Produkte daraus als nahrhaften Reiseproviant verwendeten.

Der Russische Botaniker Iwan Wladimir Mitschurin wollte eine Obstsorte züchten, die
im kargen und kalten Sibirien gut wächst. Er  kreuzte die Wilde Apfelbeere (Aronie x prunifolia) mit Eberesche (Sorbus) und Mispel (Mespilus). Heraus kam eine wahre Powerfrucht, die quasi keinerlei Nachteile hat. Seit ca. 100 Jahren wird die Aronia
dort in Plantagen angebaut. 1946 wurde sie in der Sowjetunion als Obstart anerkannt.
Ab 1976 wurde auch im Osten Deutschlands Aronia angebaut, zuerst um den Farbstoff zu
verwenden. Inzwischen befindet sich in Sachsen mit 40 Hektar das größte Aronia-Anbaugebiet in Deutschland.

Die Aronie ist ein wahres Kraftwerk an Biostoffen. Neben einer hohen Konzentration
Vit. A, C und E verfügt sie über wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, die u.a. vor Herz- Kreislauferkrankungen schützen und freie Radikale bekämpfen und somit das
Immunsystem stärken.
Die Aronia ist für den Anbau im Garten bestens geeignet. Sie wird 1 bis 2 Meter hoch.
Nach einer Blütezeit im Mai/Juni mit weißen schirmartig angeordneten Blüten,
die gerne von Bienen besucht werden, reifen ab August
die dunkelvioletten bis schwarzen Beeren.
Die Beeren dürfen auch roh gegessen werden, sind aber sehr herb. Deshalb können
sie zu Saft, Gelee, Wein oder Likör verarbeitet werden. Man kann die Beeren auch bis
zum Frost hängen lassen, dann sollen sie angeblich noch süßer werden. Auch getrocknet
kann man die Beeren lange aufbewahren und im Müsli verwenden.Der Strauch hat im Herbst eine wunderschön rote Herbstfärbung.
Aroniasträucher brauchen keinerlei Dünger, wachsen in Sonne und Halbschatten
auch auf kargen trockenen Böden, bekommen keine Krankheiten und werden
auch von keinerlei Schädlingen befallen. Wie schon erwähnt, lieben die Vögel sie
aber auch über alles.

Die intensive Beschäftigung mit dieser Pflanze hat mich zu dem Entschluss gebracht,
weitere Sträucher zu pflanzen. Ich besitzen zur Zeit zwei. Ziel wäre es, genug für die
Vögel und für uns zu haben. Im Handel sind bei uns einige Sorten zu bekommen,
wie z.b. ‚Nero‘ oder ‚Viking‘. Auch werde ich den Versuch unternehmen, von meinen Sträuchern selbst Stecklinge zu machen. Produkte aus Aroniabeeren gibt es u.a. im
Reformhaus.

Quelle: Tina Köhler – Heilen mit Aronia

3 Kommentare zu „Aronia – die schwarze Apfelbeere

  1. Liebe Beate, falls Du im nächsten Frühjahr bestellst oder in einer Baumschule direkt einkaufst:
    Ich würde gerne 1x Aronia „Nero“ Stämmchen ( Halbstamm ) 80-90cm (Sorte Nero gepfropft auf Ebereschenstamm) mit bestellen !!! Der trägt im Pflanzjahr schon die ersten Früchte.
    Ich kann aber auch eine gemeinsame Bestellung aufgeben! 🙂

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