Leckereien

Grünkohl zubereiten

Es hat in den letzten Tagen nachts gefroren, jetzt ist es an der Zeit an die Grünkohlernte zu gehen. Obwohl die neuen Züchtungen nicht mehr so bitter wie früher sind und den Frost nicht brauchen. Ich lasse den Grünkohl nicht gern bis zum Ende des Jahres auf dem Beet. Bei den hiesigen lauen Wintern vermehren sich nur die Läuse und weißen Fliegen im Kohl und die Blätter vergilben. Jetzt ist er grün und knackig.

Grünkohlrezepte gibt es viele, aber wie behandelt man den Kohl vor dem Kochen, wenn ich ihn frisch am Strunk auf dem Markt oder aus dem Garten bekommen habe? Da schweigen die Kochbücher.

Die Vorbereitung fängt schon bei der Ernte an. Ich pflücke die einzelnen Blätter und schüttele die eventuellen Bewohner heraus. Auch Laub, das sich verirrt hat, bleibt im Garten. Die Blätter bauschen ähnlich wie der Inhalt von Kopfkissen. Deshalb habe ich mir direkt eine große Tasche bereitgestellt.

Zu Hause zupfe ich zuerst die krause Blattmasse vom Stiel, mit einer Bewegung, ähnlich wie beim Pflaster herunterreißen. Diese Blätter nehmen erst einmal ein Bad in kaltem Salzwasser, damit einige hartnäckige Bewohner los lassen.

Dann geht’s für ein paar Minuten in kochendes Wasser. Da fallen die Blätter schön zusammen und die letzten verbliebenen Bewohner können mit einem Sieb heraus gefischt werden.

Die abgetropften Blätter können nun wie in den Rezepten angegeben weiter verarbeitet werden.

Westfälischer Grünkohl

Eine gehackte Zwiebel anschwitzen. Mettwurst, Speck oder Kasseler kurz anbraten.

Den klein gehackten Grünkohl zugeben und mit Salz, Pfeffer und Piment würzen.

Unter Zugabe von etwas Fleischbrühe gar kochen.

In unserer Gegend wird der Grünkohl auch gern „durcheinander“ gekocht. Dann werden geschälte, klein geschnittene Kartoffeln mitgekocht. Am Ende der Garzeit wird Alles zu einem Eintopf klein gestampft.

Für Vegetarier bietet sich ein Rezept aus Italien an:

Dazu wird eine gehackte Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl angeschwitzt.

Gern auch noch anderes Gemüse, wie Stangensellerie.

Es folgen gehackte Dosentomaten und weiße Bohnen in den Topf.

Mit Gemüsebrühe wird aufgefüllt. Nach Geschmack mal mehr oder weniger Grünkohl dazu. Gewürzt wird mit Salz und  Pfeffer. Der Eintopf wird dann gar gekocht. Geriebener Parmesan rundet das Gericht auf dem Teller noch ab.

3 Kommentare zu „Grünkohl zubereiten

  1. Hallo Anette,

    das blanchieren kannst du dir sparen wenn du den Kohl grob durchgehackt und noch feucht/naß vom waschen in die ZwiebelKnoblauchMischung gibst. Die Variante mit Tomaten und Bohnen kannte ich noch gar nicht hört sich an als ob ich sie dringend testen müsste.

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    1. Hallo Kassandra,
      du hast recht, es geht auch ohne blanchieren. Aber ich habe den Kohl für die Tiefkühltruhe vorbereitet, da zählt jeder Zentimeter Platz. Jetzt habe ich 10 Portionen eingefroren, das wird wohl reichen.

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  2. Hallo Annette, Grünkohl ist etwas ganz besonderes im Winter und ich freue mich auch schon drauf.
    In unserem Familienrezept werden die Zwiebeln in ordentlich Schmalz angeschwitzt. Am Ende der Garzeit kommen Haferflocken ins Gemüse. Diese binden die Brühe und geben noch eine besondere Note! Guten Appetit und liebe Grüße,
    Carmen

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