Der Jahreszeitengarten · Gärtnern

Unser Garten im September

Der September ist im Garten einer meiner Lieblingsmonate. Die Luft ist klar und nicht mehr so heiß wie im August. Die Farben werden herbstlich und die ersten Blätter verfärben sich. Viele Gräser haben jetzt ihren großen Auftritt und das unerwünschte Beikraut wächst auch nicht mehr so stark.

In dieser Zeit bekomme ich wieder Lust zum Gärtnern…… die habe ich nämlich bei Hitze überhaupt nicht, und da hatten wir ja leider reichlich von.
Deshalb habe ich im Staudenbeet auch mehr Spätsommer- und Herbststauden als reine Sommerstauden.
Eigentlich ist dann in den Beeten nicht viel zu tun, und ich kann die Farbenpracht genießen….
oder hier und da eine Staude umpflanzen oder teilen.

Eigentlich……

In diesem Jahr ist es bei uns im Münsterland anders. Die Trockenheit ist noch schlimmer als im letzten Jahr, und um den Bäumen nicht noch mehr Wasser wegzuziehen, habe ich die Stauden sehr selten gewässert.
Und so sieht es auch aus…..
Etliche Stauden haben es nicht geschafft oder sehen nicht mehr schön aus.

verbrannte Stauden

Deshalb steht in diesem Jahr die Umgestaltung im Staudenbeet im Vordergrund, und jetzt im September kann ich damit gut anfangen.
Die Beete in den Staudengärtnereien sind prall gefüllt und ich kann aus dem Vollen schöpfen.
Die Qual der Wahl……
nach dem Kriterium: trocken auf schwerem Kalkmergelboden.

Oben rechts im Bild steht übrigens ein Dipdam, der bei uns ganz hervorragend mit der Trockenheit klar kommt.
Vielleicht sollte ich da mehr von pflanzen. Die Entscheidungen, welche Stauden durchhalten, ist gerade nicht so einfach. Vieles sind eigene Beobachtungen und das, was hier durchhält, hält woanders vielleicht nicht durch. Es bleibt sehr spannend!!

Ein anderes Thema ist der Rückschnitt.
Viele schneiden jetzt in ihren Gärten verblühte Stauden zurück….. das mache ich nicht.
Ich finde alte Blütenstände wunderschön und erfreue mich an ihnen.
Schaut mal genauer hin….

Der September ist für mich der Monat, in dem ich auch neue Gehölzpflanzungen plane. Dann kann ich da länger drüber nachdenken, und wenn dann die Pflanzzeit für Bäume und Gehölze beginnt, je nach Witterung und Gebiet ca. Mitte Oktober/ Anfang November, kann ich loslegen.

Am meisten ist bei uns zur Zeit im Gemüsegarten zu tun.

Im Gewächshaus sind wir immer noch in der Ernte. Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen…

Dabei ist es jetzt besonders wichtig, maßvoll, aber regelmäßig zu wässern. Besonders Tomaten reagieren jetzt empfindlich auf einen schwankenden Wasserhaushalt.
Die Tomatenhaut ist sehr empfindlich und reißt schnell.
Solche Tomaten sollten schnell geerntet werden, bevor sie faulen.
Außerdem reagieren sie schnell auf schwankende Temperaturen.
Die Nächte sind schon kalt und im Gewächshaus kühlt es stark ab. Kommt die Morgensonne hervor, erwärmt es sich darin zu schnell.
Deshalb ist es wichtig, im Gewächshaus die Fenster morgens gleich zu öffnen, damit es sich nicht zu schnell erwärmt.
Zudem werden die Tomatenpflanzen jetzt entspitzt, damit sie das Längenwachstum einstellen. Die Kraft soll jetzt in die Tomaten gehen, damit sie vernünftig reifen.

Wintersalat und Radieschen können jetzt noch ausgesät werden. Für Winterportulak ist es bei uns noch nicht kalt genug.
Feldsalat säen wir gerne in Multitopfplatten aus. Das hat den Vorteil, dass wir ihn mit kleinen Topfballen setzen können. Er steht dann etwas höher, fault nicht so leicht, weil mehr Luft unter die Blätter kommt, und ist leichter zu ernten.

Auf den Gemüsebeeten im Freiland stehen noch Bohnen, Möhren, Fenchel, Zuchini, Staudensellerie, Zuckerschoten und Flower Sprout. Auf freien Flächen wird noch Gründünger ausgesät.

Der Flower Sprout ist ein Wintergemüse. Bei ihm werde ich jetzt bald entspitzen, damit die Kraft in die Röschen geht. Außerdem habe ich die Tauben und die Kohlweißlinge im Blick….. die ernten sonst mit.

Jetzt hoffe ich nur noch auf ergiebigen Regen, damit ich meine Ideen in die Tat umsetzen kann. Zum Pflanzen ist es mir hier bei uns noch viel zu trocken. Da warte ich lieber noch ein wenig und gebe mir selber die Zeit zum sorgfältigen Planen.

Ein Kommentar zu „Unser Garten im September

  1. Danke für die Infos; mir geht es mit der Trockenheit im Garten auch so (Sandboden). Heute werde ich noch Wintersalat säen. Mit Radieschen habe ich nur Probleme, weil sie keine Knollen bilden. Heute werde ich es noch einmal versuchen und sie etwas tiefer säen.
    Freue mich schon auf den nächsten Newsletter
    annemarie

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