Gärtnern

Der Frühling wird im Herbst gepflanzt

Ich liebe Blumenzwiebeln und kann im Frühjahr nicht genug davon haben. Sehr gerne auch in Hausnähe, damit ich möglichst häufig den Anblick genießen kann. Da das Platzangebot in den Beeten dort sehr beschränkt ist, helfe ich mir mit einem Trick. Denn sehr dekorativ wirken besonders Tulpen, die im Herbst in frostsichere Gefäße gepflanzt werden und dann zur Blütezeit an besonderen Stellen im Garten oder auf der Terrasse wirkungsvoll aufgestellt werden. Dazu schützen die Gefäße die Tulpenzwiebeln vor Wühlmäusen, die in ihnen eine Delikatesse sehen. Das ist ganz leicht nachzumachen, ein paar Dinge müssen allerdings berücksichtigt werden, hier die Anleitung:

  1. Die verwendeten Töpfe müssen frostsicher sein und Öffnungen im Topfboden haben, wo das überschüssige Regenwasser abziehen kann. Schön anzusehen sind Terrakottatöpfe, da sie aber in der nötigen Frosthärte sehr teuer sind kann man auch Kunststoffgefäße verwenden, die später entsprechend verkleidet oder im Erdboden versteckt werden. Zuerst gibt man eine Lage Sand oder Kies als Drainage in das Gefäß. Dann eine Schicht Erde, auf die man dann die erste Lage Tulpenzwiebeln legt.

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  1. Diese werden mit einer ca. 10 cm dicken Erdschicht zugedeckt. Darauf folgt dann eine zweite Lage Tulpenzwiebeln, die wiederum mit 8 – 10 cm Erde abgedeckt werden. Die Erde dann nur einmal angießen, dann erst im März wieder gießen. Es ist unbedingt darauf  zu achten normale Gartenerde zu verwenden, Kompost oder Blumenerde aus dem Handel vertragen die Blumenzwiebeln nicht. Wunderbar eignet sich die Erde aus abgetragenen Maulwurfshügeln.
  1. Die Töpfe müssen nicht reingeräumt werden, sie können in einer Ecke des Gartens im Freien überwintern. Im Januar und Februar sind Fröste für die Tulpen kein Problem, aber späte tiefe Fröste im März oder April könnten Schäden verursachen. Darum ist es besser bei Dauerfrost unter -10°C die zusammengestellten Töpfe mit einer Plane abzudecken.
  1. Ist der März und April zu trocken müssen die Töpfe regelmäßig gegossen werden, denn jetzt entwickeln die Tulpenzwiebeln eine große Menge an Blattmasse und die Knospen und dazu brauchen sie Feuchtigkeit.

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Natürlich funktioniert das auch mit allen anderen Zwiebelblühern wie Narzissen, Hyazinthen oder Milchstern. Ich nehme dazu gerne die Blumenzwiebeln, die ich im Vorjahr als Frühlingsboten im Haus hatte.

 

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