Gärtnern

Do it yourself Gewächshaus

Ohne Gewächshaus geht es gar nicht bei uns. Da die bezahlbaren Glasgewächshäuser aber viel zu klein sind, haben wir unsere immer selber gebaut.
Die ersten beiden waren ganz simpel aus Baumpfählen und Dachlatten gebaut. Die Pfähle wurden fest in den Boden geschlagen. Verbunden wurden sie ebenfalls mit Baumpfählen, die Spitze wurde abgesägt. Das Dach bestand aus Dachlatten.
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Auch wenn viele denken…..ist das groß! Uns war es noch zu klein. Jedes Frühjahr kollidierten die Tomaten mit den Kohlrabi und wir mussten alle 2 Jahre die Tomaten in dasselbe Beet pflanzen. Das ging nicht lange gut. Der Boden wurde müde, weil er sich nicht erholen konnte. Die Tomaten wuchsen nicht mehr zufriedenstellend.
Unser Traum war ein großes Glasgewächshaus aus dem Produktionsgartenbau. Und wir hätten es bekommen können!!!
Einige Orte weiter gab eine Gärtnerei auf und wir hätten uns von den Venloblocks, soviel wir wollten, abbauen können. Und wir wollten !
Leider machte uns die Baubehörde einen Strich durch unsere Rechnung – es wurde nicht genehmigt.
Gegen einen Holzbau mit Folie hatten sie aber nichts. Gesagt – getan.
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So sah es im Rohbau aus. 9 Meter lang, 5 Meter breit und 3,70 Meter hoch. Diesmal mit Vierkanthölzern und Punktfundamenten. Große Fenster an den Stirnseiten und 2 Türen sorgen für ein gutes Raumklima. Die Folie ist spezielle Gewächshausfolie und ist jetzt im 6. Jahr auf dem Haus.

So sah es kurz nach der Fertigstellung aus. Innen haben wir 6 Beete mit Wegen aus alten Kantensteinen. So können wir immer wechseln und die Erde kann auch mal ruhen.
Im Winter gibt es Feldsalat und Portulak. Sobald es nur ein bisschen warm wird, geht es weiter mit Radieschen, Steckzwiebeln, Salat, Stielmus und Kohlrabi.
Und gerade das Stielmus und die Kohlrabi sind eine Delikatesse. Beides ist so zart – das zergeht auf der Zunge!

Was gibt es Schöneres, als Sonntag Morgen erst einmal mit dem Gemüsekorb durch das Gewächshaus zu gehen und zu ernten. Im Sommer sind das Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und alles in verschiedenen Sorten.
Und die Arbeit? Sicher, ein großes Gewächshaus muss auch in Ordnung gehalten werden. Die Bewässerung ist automatisiert. Die ganze Technik ist aus dem Baumarkt.
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Sie ist einfach zu bedienen, so dass wir auch einmal wegfahren können. Jedes Beet ist mit Tropfschläuchen ausgestattet und einzeln zu steuern. Die Zeitschaltuhr regelt dann die Dauer.
Da wir regelmäßig die Kulturen pflegen, empfinden wir es nicht als Arbeit. Es macht uns sehr viel Spaß. Vor allem das Ernten.
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Viele fragen uns, ob wir das Gemüse verkaufen. Nein, das tun wir nicht.
Wir essen das meiste selber, versorgen aber unsere Kinder noch ein wenig mit.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick ist das Gewächshaus durchaus nachzubauen.
Und die Kosten liegen wirklich noch im Rahmen.
Es kann ja auch etwas kleiner werden, oder?

2 Kommentare zu „Do it yourself Gewächshaus

  1. Wow, was für ein Projekt – Respekt!
    Mich interessiert die Folie. Was für eine Folie ist das genau? Ich kann mir unter „spezielle Gewächshausfolie“ nichts vorstellen. Und noch eine wichtige Frage, was hat das Gewächshaus in der Größe in etwa gekostet?

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    1. Hallo Thorben,
      unser Gewächshaus hat mit allem ca. 1000 € gekostet. Die Spezialfolie haben wir von Stolte Gewächshausbau bekommen. Leider gibt es diese Firma nicht mehr. Unsere Folie ist jetzt im 7.Jahr auf dem Gewächshaus. Noch hält sie. Sie ist besonders UV stabil und lässt viel Licht durch und kommt aus dem Profibereich. Etwas anderes kommt für uns nicht in Frage.

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